Der Charakter in Age of Conan
In einem Online-Rollenspiel wie Age of Conan stellt der Charakter natürlich den Mittelpunkt dar. Somit liegt den Mannen von Funcom besonders viel an der Charakterentwicklung. Das fängt schon bei der Erschaffung des eigenen Helden an, von denen ihr übrigens acht Stück erstellen könnt. Das ermöglicht euch, weitere Völker und Klassen auszuprobieren.
Euer Abenteuer beginnt auf einem Sklavenschiff, wo ihr euren Charakter nach jeglichen Wünschen gestalten könnt. Selbst Phatombildzeichner würden an diesem Feature ihre wahre Freude haben. Von der Kinngröße bis hin zur Augenbraue könnt ihr so gut wie jeden Gesichtszug bzw. den kompletten Körperbau verändern. Natürlich gilt es auch Name, Geschlecht, Klasse sowie Rasse anzupassen. Insgesamt stellen sich 12 Klassen sowie drei Völker (Cimmerier, Aquilonier, Stygier) der Wahl.
Nach der Charaktergenerierung beginnt das Abenteuer - euer Schiff wurde bei einem Angriff versenkt und ihr werdet am Strand der Pirateninsel Tortage angespült. Hier steigt ihr auch im Soloplay (viele Gebiete sind nur für euch oder eure Gruppe sichtbar) verschiedene Level auf und erledigt eure ersten Quests. Natürlich bringt der Stufenaufstieg diverse klassenspezifische Fertigkeiten mit sich, die ihr im Kampf einsetzen könnt. Sobald ihr eure ersten Feinde niedergestreckt und einige Missionen während einer Dschungelwanderung erledigt habt, landet ihr in Tortage, einer Piratenstadt, die von der "Red Hand" beherrscht wird. Hier trefft ihr auch schon auf andere Spieler, mit denen ihr ab sofort gemeinsam Abenteuer bestehen könnt. Für viele Quests müsst ihr allerdings immer wieder in eine Instanz, ein exklusiv für euch generiertes Gebiet, in dem keine anderen Spieler, höchstens eure Gruppenmitglieder, zu sehen sind. Das hat unter anderem den Vorteil, dass die Story wesentlich besser erzählt werden kann - immerhin haben die Macher auch alle Questtexte mit Videosequenzen untermalt. Nach unzähligen Aufträgen, Abenteuern und skalpierten Feinden heißt es dann irgendwann Maximal-Level 80. Jedoch kann der Charakter auf verschiedenste Wege weiterentwickelt werden:
- Attribute: Die Basisattribute wie zum Beispiel Stärke und Intelligenz, werden automatisch bei Erreichen neuer Stufen gesteigert.
- Skills: Jeder Charakter hat einige Basisskills, wie zum Beispiel Wahrnehmung, Klettern und Verstecken. Bei Erreichen einer neuen Stufe können auf diese Skills vom Spieler Punkte verteilt werden.
- Feats: Jeder Stufenanstieg bringt Punkte, die auf eine große Anzahl an verschiedenen Feats verteilt werden können. Feats geben neue Fähigkeiten oder verbessern bestehende.
- Abilities: Bei Erreichen neuer Stufen können neue Combos (Kombinationen) für den Nahkampf, neue Stances (Kampfstellungen) oder Zaubersprüche dazugewonnen werden.
Attribute
Alle Charaktere in Age of Conan haben Attribute bzw. Eigenschaftwerte, welche einen Einfluss auf Lebenspunkte, Mana oder auch den Schaden haben. Die Basisattribute, wie Stärke, Geschicklichkeit, Konstitution, Weisheit und Intelligenz, steigern sich automatisch bei jedem Levelaufstieg. Natürlich gibt es auch verschiedene Gegenstände, welche die Attribute erhöhen. Wie wäre es mit dem magischen Ring, der von einem Dämonen im Heiligtum der brennenden Seelen bewacht wird? Der Träger dieses Rings erlangt Weisheit und Intelligenz weit über die Grenzen eines normalen Sterblichen hinaus.
• Stärke: Gibt einen Bonus auf Schaden im Nahkampf und bestimmt auch die Angriffsrate einiger Waffentypen.
• Geschicklichkeit: Gibt einen Bonus auf die Abwehr von Nahkampfangriffen und bestimmt die Angriffsrate für Dolche und Fernwaffen.
• Konstitution: Bestimmt die Höhe von verfügbaren Lebenspunkten und Ausdauer.
• Intelligenz: Bestimmt die Höhe von verfügbarem Mana und der Magierate von Magiern.
• Weisheit: Bestimmt die Höhe von verfügbarem Mana und der Magierate von Priestern.
Fertigkeiten (Skills)
Alle Charaktere verfügen über Basisfertigkeiten wie Wahrnehmung, Verbinden, Manaerneuerung, Zauberkonzentration, Verstecken, Klettern und Provozieren. Bei Erreichen einer neuen Stufe, erhält der Charakter einige wenige Punkte, die der Spieler auf die verfügbaren Skills verteilen kann. Skills werden dementsprechend nicht durch deren Einsatz gesteigert.
Einige Fertigkeiten aktiviert ihr direkt über die Quickleiste - beispielsweise "Warhnehmen", ein Skill mit dem ihr versteckte Gegner finden könnt. Andere Fähigkeiten sind hingegen passiv, so zum Beispiel "Provozieren" oder "Zauberkonzentration". Skills wie die Waffenfertigkeiten werden sich hingegen nicht verbessern, hier sind die Skills je nach Klasse vorgegeben und man braucht keine Fertigkeit zu steigern, um beispielsweise härter zuschlagen zu können.
• Wahrnehmung: Bestimmt, wie gut die unmittelbare Umgebung wahrgenommen wird. So können zum Beispiel versteckte Gegner oder Fallen entdeckt werden.
• Verbinden: Erlaubt es einem zu heilen, wenn man sich nicht im Kampf befindet.
• Manaerneuerung: Funktioniert wie Verbinden, gilt aber für den Manabestand.
• Zauberkonzentration: Bestimmt, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass die Ausführung eines Zaubers misslingt. Eine Attacke kann das Ausführen eines Zaubers stören.
• Verstecken: In Hyborien hat jeder die Fertigkeit, sich zu verstecken. Somit ist es schwieriger, entdeckt zu werden. Allerdgins sind nicht alle Klassen darin gleich gut.
• Klettern: Bestimmt den Schwierigkeitsgrad von Objekten, die erklettert weden können.
• Provozieren: Je höher dieser Skill ist, desto grösser ist die Chance, dass der Hassfaktor eines Gegners steigt. Ein Skill, der vor allem für Tanks wichtig ist.
Feats
Der Kernpunkt des Charakterentwicklungs-Systems in Age of Conan sind die so genannten Feats. Bei jedem Stufenaufstieg erhaltet ihr eine gewisse Zahl von Punkten, die ihr für das Verbessern bzw. Erlernen von Fähigkeiten einsetzen könnt. Viele würden das Featsystem mit dem Talentprinzip von vielen anderen MMORPGs vergleichen.
Jeder Charakter hat drei Featbäume. Diese können jederzeit über einen Klick auf das entsprechende Icon im Interface angezeigt werden. Es gibt einen Baum für jeden Archetypen (Soldat, Magier, Priester oder Schurke) und zwei Bäume für die Klasse. Es gibt auch verschiedene Feats im Spiel, die bei erreichen einer neuen Stufe automatisch trainiert werden. Speziell die Feats, die bestimmen, welche Waffen und Rüstungen verwendet werden können. Außerdem gibt es spezifische Feats für die Handwerkskünste, aber diese werden durch das Erfüllen spezieller Handwerks-Quests gesteigert und führen dem Spieler vom Novizen bis Meister im gewählten Handwerksberuf.
Der Dunkle Templer zum Beispiel hat Zugriff auf den allgemeinen Soldaten-Featbaum und zusätzlich die zwei Featbäume für seine Klasse. Der eine heißt "Verderbtheit" und fokussiert auf Combo Feats. Der andere heißt "Leichenschändung" und enthält die Feats für die Zauber. Die Featbäume aller Klassen haben alle eigene Namen. Ein Beispiel für eine neue Fertigkeit, die der Dunkle Templer durch das Featssystem erhält, ist „Dread Shadow“, welcher am Ende seines Featbaums “Leichenschändung“steht. Durch diese Feat kann er aus der Unterwelt einen Schattengefährten beschwören, der ihn im Kampf unterstützt.
Bild = Der "Leichenschändung" Featbaum des Dunklen Templers.
• Ravenous Eater: Diese Feat für Dunkle Templer erhöht den ausgeteilten Schaden beträchtlich, wenn die Life Tap Combos eingesetzt werden (dadurch werden diese wirkungsvoller).
• Overcome the Odds: Diese Feat der Eroberer verringert die Verwundbarkeit abhängig von der Anzahl der Gegner. Eroberer werden also dadurch stärker, wenn sie von einer ganzen Gruppe angegriffen werden.
• Nature's Revenge: Diese Feat des Bärenschamanen gibt allen seinen Nahkampfattacken die Chance, einen Zähler zu aktivieren. Wenn dieser Zähler auf 10 steht, erfahren alle befreundeten Ziele im Umkreis des Bärenschamanen eine Heilung.
• No Escape: Diese Feat der Barbaren erlaubt es ihnen, ihre Waffe auf ein Ziel zu schleudern und somit großen Schaden anzurichten. Allerdings wird der Barbar dadurch entwaffnet.
• Fortify: Diese Feat der Wächter erhöht das Gewicht aller Teamkameraden wodurch sie nicht mehr durch entsprechende Angriffe zurückgeworfen werden können. Eine andere Feat verbessert „Fortify“ und gibt die Möglichkeit, einen Gegenangriff zu starten, der alle Gegner der Gruppe zurückwirft.
• Impish Horde: Diese Feat der Dämonologen tötet das aktuelle Pet und beschwört dafür zwischen vier bis acht kleinen Imps, die im Berserkerrausch absolutes Chaos verbreiten.
Abilities
Zu guter Letzt sind da auch noch die Combos, Zaubersprüche und Stances (Kampfstellungen), die auch durch das erreichen neuer Stufen dazugelernt werden. Ladenbesitzer verkaufen Spruchrollen für neue Zauber wobei manche auch durch Abenteuer und Quests gefunden werden können. Die Combos und Stances werden allerdings automatisch vergeben, wenn die entsprechende Stufe erreicht wird.
Combos und Zaubersprüche können an Effektivität gewinnen, indem man bestimmte Feats trainiert. Die "Glowing Ember" Feat des Dämonologen zum Beispiel macht den Zauber "Flamestrike" effektiver, damit er mehr Schaden anrichtet. Die „Boiling Blood“ Feat der Barbaren machen ihre Berserker Kombinationen sogar noch gefährlicher als sonst.
• Combos: Das sind Nahkampftechniken, die bei erreichen von bestimmten Stufen erlernt werden. Combos werden während eines Kampfes durch eine Serie von Schlägen ausgeführt und teilen mehr Schaden aus, als normale Attacken. Außerdem werden die Combos mit eigenen faszinierenden Animationen dargestellt. Manche Combos haben zusätzlich noch spezielle Effekte wie zum Beispiel den Gegner zu betäuben.
• Zaubersprüche: Es wäre kein richtiges Fantasyspiel, wenn es nicht auch Zaubersprüche gäbe. Allerdings ist Age of Conan ein so genanntes 'low fantasy'-Spiel, in welchem Magie furchterregend und gefährlich ist. Durch erwerben oder finden von Spruchrollen können neue Zauber erlernt werden. Sie werden also nicht automatisch erlernt.
• Stances (Kampfstellungen): Um den Kampf noch interessanter zu machen, haben wir das Stance-System eingeführt. Stances erlauben es einem Kämpfer, eine spezielle Stellung einzunehmen. Angriffsstellungen erhöhen zum Beispiel den ausgeteilten Schaden, haben aber den Nachteil, dass man selber mehr Schaden einstecken muss. Eine Verteidigungsstellung hingegen funktioniert genau andersherum.


